=> Lektion 4: TCP/IP

Lektion 5: Gateway und Routing

Zu Anfängen des Internet Protokolls (IP) musste man oft verschiedene Netzwerktypen miteinander verbinden. Oft waren die jeweiligen Protokolle nicht miteinander kompatibel, weswegen sie konvertiert werden mussten. Hier kommt das Gateway ins Spiel, was Rechnernetze miteinander verbindet, die auf völlig unterschiedlichen Netzwerkprotokollen basieren können.

Beispiele: Als Beispiel könnte ein Gateway E-Mails in SMS oder umgekehrt konvertieren. Die Protokolle für E-Mail und SMS sind inkompatibel zueinander, aber mittels E-Mail-zu-SMS-Gateway können Daten vom einen Netzwerktyp in das andere übertragen werden.
Ein anderes Beispiel wäre E-Mail zu Fax.

Nachdem das IP-Protokoll die führende Rolle in den Netzwerken übernommen hatte, zog der Router immer öfter an die Stelle des Gateways. Mittlerweile gibt es in diesem Segment kaum noch Gateways, da die Netze fast ausschließlich über das IP-Protokoll kommunizieren. Eine Protokollumsetzung ist also nicht mehr erforderlich.

Statt Protokolle zu konvertieren, leitet das default Gateway einer IP-Konfiguration heute also lediglich alle nicht zu einem Subnetz gehörenden Netzwerkanfragen in ein anderes Subnetz weiter und erfüllt damit schlicht die Funktionen eines Routers, weshalb die Bezeichnung „default Router“ heutzutage treffender wäre. Gateways werden daher im allgemeinen Sprachgebrauch oftmals mit Routern gleichgesetzt, obwohl ein Gateway nicht zwangsläufig ein Router ist.

Laut RFC 4949 sind typische Erscheinungsformen eines Gateways: Bridge, Router und Proxy Server.


=> Lektion 5.1: Problemstellung
=> Übersicht: Netzwerktechnik

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