netzwerk:lektion_06 - Informatik 2015

=> Lektion 5.4: Routen im Internet

Lektion 6: DHCP-Server

Wir wissen inzwischen, dass ein Computer

  • eine im Subnetz eindeutige IP-Adresse haben und
  • die IP-Adresse seines nächsten Routers (Gateway) kennen muss,

um Nachrichten ins Internet zu schicken. Bisher haben wir diese Informationen bei der Konfiguration von Hand eingetragen.

Problem

  • Bei größeren Netzwerken wird es schwierig, die Übersicht zu behalten, welche Adressen noch frei sind.
  • Es gibt auch Netzwerke, bei denen die Teilnehmer unangekündigt kommen und gehen (z.B. Access Point in einem Café).

Lösung

  • Die Aufgabe wird einem Computer zugewiesen, dem DHCP-Server („Dynamic Host Configuration Protocol“).
  • Beim Anmelden fragt ein Client, der für die Verwendung von DHCP konfiguriert ist, ins lokale Netzwerk, ob sich ein DHCP-Server irgendwo befindet.
  • Dieser teilt ihm dann (unter anderem) seine zugewiesene IP-Adresse und die Adresse des Gateways mit.

Nachteil

  • Unter Umständen bekommt ein Computer bei jedem Start eine andere IP aus dem erlaubten Bereich zugewiesen („dynamische IP“).
  • Das ist bei Servern von Nachteil, da andere Computer unter Umständen auf diese Adresse zugreifen wollen.
  • Daher sollten Server eine von Hand eingetragene feste („statische“) IP-Adresse bekommen.

Wenn du dich zuhause über DSL mit dem Internet verbindest, erhältst du ebenfalls eine dynamische IP-Adresse, die täglich wechselt!

Aufgabe 22

1. Installiere und konfiguriere einen DHCP-Server mit Netzwerk wie im Bild.

2. Wähle nun im Entwurfsmodus deinen Server aus und konfiguriere seine IP, Subnetzmaske und sein Gateway wie im Bild.

3. Anschließend kann man unter DHCP-Server einrichten beliebige Einstellungen vorhehmen. Hier im Beispiel ist das Gateway 1.1.1.1, die IP-Adresse 1.1.1.2 ist durch den DHCP-Server vergeben, demnach ist alles von 1.1.1.3 bis 1.1.1.255 als dynamische IP-Adresse (Ober-und Untergrenzen) freigegeben, da die Subnetzmaske 255.255.255.0 beträgt.
Zur Aktivierung setzt man bei „DHCP aktivieren“ ein Häkchen.

Auf allen Clients muss DHCP aktiviert werden. Beim Wechseln in den Simulationsmodus werden die Adressen zugewiesen.

  • Beobachte, was an den Kabeln zu Beginn passiert.
  • Welche IP-Adressen bekommen deine Notebooks zugewiesen?
  • Kannst du einen Ping an den Server 1.1.2.2 schicken?
  • Funktioniert der Echo-Server?

4. Richte deinen Router auf „automatisches Routing“ ein und konfiguriere deinen zweiten Server ebenfalls als DHCP-Server. Funktioniert nun das Pingen mittels Router auch?


=> Lektion 7: DNS-Server und Auflösung der IP-Adressen
=> Übersicht: Netzwerktechnik

Drucken/exportieren