robotik:lektion1:06_variablen [NwT am Albert-Einstein-Gymnasium Reutlingen]

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robotik:lektion1:06_variablen

6 Variablen in Java

Ein ständig wiederkehrender Arbeitsschritt während des Programmablaufs ist das Zwischenspeichern von Informationen, auf die zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückgegriffen werden soll. Dazu stellt Java unterschiedliche Typen von Datenspeichern zur Verfügung. Es werden u.a. deshalb verschiedene Datentypen unterschieden, weil die Größe des Datenspeichers von der zu speichernden Information abhängt. Zur Speicherung eines einzelnen Buchstaben wird z.B. weniger Speicher benötigt als für eine Dezimalzahl (für Programmierer: „Fließkommazahl“). Wie wir sehen werden, ähnelt der Gebrauch von Datenspeichern für Zahlen in einem Programm sehr stark der Verwendung von Variablen in der Mathematik. Der Fachausdruck für einen Datenspeicher in einem Programm ist deshalb auch „Variable“.

Immer wenn im Programm eine neue Variable benötigt wird, teilt man dies dem Compiler durch Angabe des Datentyps und eines selbst gewählten Namens für die Variable mit. Man spricht dabei auch von der „Deklaration“ einer neuen Variablen. Meistens wird eine Variable bei ihrer Deklaration auch sofort „initialisiert“, d.h. es wird ein Anfangswert angegeben, der in der Variablen gespeichert werden soll. Die Deklaration und Initialisierung einer Variablen zur Speicherung einer ganzen Zahl sieht in Java folgendermaßen aus:

int n = 2;

Das erste Wort in der Programmzeile (int) teilt dem Compiler mit, dass jetzt eine neue Variable vom Datentyp Ganzzahl (integer) eingeführt wird. Das zweite Wort (n) ist der Name der neuen Variable. (Variablennamen sollten mit einem kleinen Buchstaben beginnen und dürfen neben Buchstaben auch Ziffern enthalten.) Das dritte Wort (=) teilt dem Compiler mit, dass der Variablen auf der linken Seite, d.h. n, ein neuer Wert zugewiesen wird. Hinter dem Gleichheitszeichen folgt der Wert, der in der Variablen gespeichert werden soll (hier die Zahl 2). Das Semikolon (Strichpunkt) schließt die Programmzeile ab. Sobald dem Compiler eine Variable durch eine Deklartion bekannt ist, kann man immer wieder ohne Angabe des Datentyps auf die Variable zugreifen. Im folgenden Beispiel erhält die Variable n von oben zweimal hintereinander einen neuen Zahlenwert:

n = 7;
n = n + 1;

Mit der ersten Zeile wird der Wert 7 in der Variablen n gespeichert. In der zweiten Zeile wird der Term n + 1 zugewiesen. Da in unserem Beispiel gerade der Wert 7 in der Variablen n gespeichert ist, ist das Ergebnis dieses Terms 7 + 1 = 8. Dieses Ergebnis wird in die Variable n zurückgeschrieben. Übrigens: Wir werden diese Programmzeile noch in einigen Programmbeispielen wiederfinden. Ganz allgemein bewirkt dieser Programmbefehl, dass der in der Variablen n gespeicherte Wert um 1 erhöht wird.

Aufgabe

Erzeuge im Projekt Konsole eine neue Klasse Variable. Ersetze den Beispielprogrammtext durch folgende Programmzeilen:

int ersteZahl = 3;
int zweiteZahl = 4;
konsole.schreibe("Ergebnis: ");
konsole.schreibeZeile(ersteZahl + zweiteZahl);
Übersetze und teste das Programm.


Ergebniskontrolle

Finde in der folgenden Auswahl alle richtigen Aussagen.

  • Als Ergebnis wird der Text „ersteZahl + zweiteZahl“ angezeigt.
  • Als Ergebnis wird der Text „3 + 4“ angezeigt.
  • Als Ergebnis wird die Zahl 7 angezeigt.
  • Als Ergebnis wird der Text „ersteZahl + zweiteZahl“ angezeigt.
  • Als Ergebnis wird der Text „3 + 4“ angezeigt.
  • Als Ergebnis wird die Zahl 7 angezeigt.


Steht in einem Rechenterm eine Variable (hier z.B. die Variable ersteZahl), so wird zur Berechnung des Terms der in der Variablen gespeicherte Wert (hier: 3) herangezogen.

robotik/lektion1/06_variablen.txt · Zuletzt geändert: 2016/09/22 17:06 von gollnik